Rangierwagenheber und Scherenwagenheber im Vergleich

Für den privaten Gebrauch und auch für die gewerbliche Tätigkeit ist bei vielen Arten der
Autoreparatur ein Wagenheber erforderlich. Grundsätzlich hat man die Wahl zwischen einem
Rangierwagenheber und einem Scherenwagenheber. Je nach der Tätigkeit bieten beide Wagenheber ihre
Vorteile. Diese sind zum einen in der Funktionalität und zum anderen in den Anschaffungskosten zu
sehen.

Arbeit mit dem Rangierwagenheber
Beim Rangierwagenheber handelt es sich um einen professionellen Wagenheber. Der optimale Stand von
einem Rangierwagenheber wird meist mit einer Zahnradübersetzung erreicht. Der Rangierwagenheber
wird auf vier Rollen bzw. vier Füßen angeboten.

Anwendungsgebiet von einem Rangierwagenheber
Ein Wagenheber wird zum Anheben einer Auto Seite genutzt. Doch der Rangierwagenheber kann viel
mehr. Mit ihm kann man einen Motorblock präzise positionieren. Die optimale Standfestigkeit vom
Rangierwagenheber muss gewährleistet sein. Ein durchschnittlicher Rangierwagenheber ist in der Lage
rund 2 Tonnen zu stemmen. Es sind aber auch Rangierwagenheber im Angebot, die bis zu 3 Tonnen
eingesetzt werden können.
Beim Rangierwagenheber handelt es sich um ein mobiles Werkzeug. Auf seinen Rollen mit dem Hebearm
kann man ihn auch um die eigene Achse drehen. Innovativ ist der hydraulische Antrieb der
Rangierwagenheber. Mit dem Hebearm werden die Bewegungen nach oben und unten gesteuert. Neben der
Höhe des Wagenhebers wird mit diesem Element auch zum Rangieren des Werkzeugs genutzt, bis es sich
in der richtigen Arbeitsposition befindet. Je nach der Wahl des Gerätes ist die Handhabung, wenn es
sich um das Absenken des Rangierwagenhebers handelt.
Kriterien beim Kauf von einem Rangierwagenheber sind die Nutzung. Vor allem in Kfz-Werkstätten
kommt er zum Einsatz. Demzufolge sind dort Profigeräte angesagt. Etwas einfacher kann die
Ausführung für einen Einsatz im Freizeitbereich sein. Bei Preisen von unter 50,00 Euro für den
Hobbybastler bringt er im Vergleich zum Scherenwagenheber entschiedene Vorteile. Die hydraulischen
Rangierwagenheber beginnen schon bei etwa 150,00 Euro, wobei die Preisgrenze nach oben deutlich
höher ist.

Arbeit mit dem Scherenwagenheber
Durch die einfache Bauart und Handhabung sind die Scherenwagenheber bei den Autofahrern beliebt.
Viele Autohersteller liefern den Scherenwagenheber serienmäßig. Das Bordwerkzeug dient den
komfortablen und sicheren Reifenwechsel. Die Bauweise eines Scherenwagenhebers ist simpel und
robust. Bei der manuellen Ausführung sind über Jahre keine Einschränkungen in der Funktionalität
zu erwarten. Es ist ein zusammengeklappter Stahlrahmen. Das Aussehen ist scherenartig und wird durch
eine Spindel zusammengepresst. Die Spindel, die vorwiegend manuell über eine Kurbel betrieben wird,
bewegt das Fahrzeug mit dem Aufnahmestempel nach oben. Im Vergleich zum Rangierwagenheber sind die
Scherenwagenheber ausschließlich für den Reifenwechsel vorgesehen. Es bedarf weiterer
Sicherungsmaßnahmen, um andere Reparaturen am Fahrzeug durchzuführen.
Scherenwagenheber mit elektrischem Antrieb
Der Fortschritt hat auch bei den Scherenwagenhebern nicht haltgemacht. Arbeitet man mit dem
elektrischen Scherenwagenheber, ist sicherzustellen, dass das Auto auf einem Untergrund steht,
welcher eben ist. Am Fahrzeugboden wird der Wagenheber mit dem Aufnahmestempel positioniert. Dieser
Hinweis ist unbedingt zu beachten, damit es nicht zu Verformungen vom Blech der Karosserie kommt.

Tipps für den Kauf von einem Scherenwagenheber
Beim Kauf sind die Qualitätsmerkmale genau zu beachten. Die Scherenwagenheber werden bereits zu
Preisen um die 10,00 Euro angeboten. Allerdings ist das Material des Wagenhebers und somit seine
Produkteigenschaften nicht als effizient einzuschätzen.
Die Dimensionen der einzelnen Bauteile von einem Scherenwagenheber sollten durchgängig gleich
stark sein. Um schnellen Abnutzungserscheinungen entgegenzuwirken, sollte man sich für Spindeln aus
Vergütungsstahl entscheiden. Eine einfache Handhabung ist gewährleistet, wenn der Hebelweg der
Kurbel groß genug ist. Statt der Kurbel kann auch der elektrische Antrieb gewählt werden. Die
Arbeitsweise ist gleich dem manuellen Modell, ist aber körperlich wesentlich leichter. Kostenpunkt
für die elektrische Ausführung liegt ab etwa 70,00 Euro aufwärts.

Pro und Contra Scherenwagenheber – Rangierwagenheber
Pluspunkte kann der Scherenwagenheber bezüglich seiner preiswerten Anschaffung sammeln. Er ist
einfach zu handhaben. Negativ ist hierbei anzumerken, dass er sich lediglich dazu eignet, gefahrlos
Reifen zu wechseln.
Klar auf der Hand liegen also die Vorteile für den Rangierwagenheber. Selbst die
Anschaffungskosten sind als relativ gering zu bezeichnen. Mit ihm können aber komplette Reparaturen
am Auto vorgenommen werden. Die große Preisspanne ermöglicht es auch den Hobbyschraubern, mit
professionellem Werkzeug zu arbeiten. Der Onlinevergleich wird zeigen, welche Modelle sich für den
Privatgebrauch anbieten. Achtet man auf die Qualität der Produkte und deren Verarbeitung ist es
eine Anschaffung, die man über Jahre hinweg nutzen kann.

Wartung
Vor Inbetriebnahme des hydraulischen Rangierwagenhebers sind folgende Kontrollen durchzuführen:

  • Ölstand
  • Beschädigungen am Gehäuse ausschließen
  • Dichtungen und Schrauben auf Vollständigkeit und festen Sitz prüfen
  • Zubehör inspizieren

Das System des Wagenhebers zu entlüften. Bei den meisten Modellen dreht man den Knauf zum Pumpen
(3- 4 – mal) nach links.

Wird der Wagenheber nicht benutzt, wird er mittels den Heber auf die niedrigste Position abgesenkt.
Anschließend ist das Ablassventil zu schließen. Zur turnusmäßigen Prüfung des Ölstandes ist
der Wagenheber ebenfalls vollständig zu senken. Die Öleinfüllschraube kann nun geöffnet werden
und im Bedarfsfall kann das Hydrauliköl nachgefüllt werden. Der Wagenheber sollte nicht nur sauber
sein, sondern in Abständen von einem viertel Jahr geschmiert werden. Dabei sind alle beweglichen
Teile einzubeziehen.

Mit dem richtigen Wagenheber gelingt der Radwechsel ganz einfach

Autofahrer kennen die Thematik, dass zweimal im Jahr ein Radwechsel notwendig wird. Nämlich einmal
rechtzeitig im Herbst, bevor die Strassen rutschig und nass werden, und einmal nach dem Winter, wenn
die Reifenprofiltiefe wieder etwas geringer werden kann. Wenn Sie dazu nicht jedes Mal in die
Werkstatt fahren möchten, können Sie diesen Radwechsel auch problemlos selbst erledigen.
Vorausgesetzt, Sie verfügen über einen einfach zu bedienenden und passenden Wagenheber für Ihr
Auto. Vor dem Kauf dieses Werkzeuges sollten Sie sich jedoch die unterschiedlichen Kriterien genau
ansehen, damit Sie auch mit dem richtigen Modell ausgerüstet sind.

Unterschiedliche Varianten der Wagenheber sind auf dem Markt
Grundsätzlich unterscheiden sich die einzelnen Modelle der Wagenheber nach der Bedienung, der
Tragkraft und der Hubhöhe. Natürlich spielt auch der Preis eine wesentliche Rolle, wobei klar ist,
dass teuer nicht automatisch qualitativ gut bedeuten muss. Die Modellpalette der Wagenheber reicht
von solchen für einen einfachen PKW über individuelle Modelle für einen Wohnwagen und sogar
solche für LKWs oder Ihr Motorrad. Neben diesen Unterscheidungen können Sie Ihren Wagenheber auch
nach der Funktionsweise auswählen.

Der Rangierwagenheber ist der Gängigste
Der Rangierwagenheber ist die verbreitetste Variante unter den Wagenhebern, wobei dieser
entsprechend seiner Bezeichnung vor allem zum Rangieren von angehobenen Autos nützlich ist. Deshalb
ist er häufig in Autowerkstätten zu finden. Wenn Sie Hobbybastler sind und ohnehin gerne an Ihrem
Auto herum schrauben, ist dieses Modell gut geeignet. Der Antrieb dieses Wagenhebers erfolgt meist
hydraulisch, womit sehr wenig Kraft zum Anheben des Kraftfahrzeuges erforderlich ist. Der Wagenheber
selbst enthält eine Flüssigkeit, meistens Öl, die durch eine lange Stange in den Kolben gepumpt
wird. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass der Wagen angehoben wird.

Scheren- und Ballonwagenheber sind weitere Varianten
Wenn Sie sich einen Scherenwagenheber zulegen, müssen Sie kurbeln, um das Auto in die Höhe zu
bringen. Dieses Modell ist rautenförmig, wobei eine Ecke am Boden aufliegt. Der Vorteil dieses
Modells liegt vor allem im günstigen Anschaffungspreis und in der geringen Hubhöhe. Dies ist vor
allem perfekt, wenn Sie Ihr Auto tiefer gelegt haben. Nachteil ist natürlich, dass Sie erhebliche
Kraftaufwendung in Kauf nehmen müssen, da Sie ja selbst kurbeln müssen. Wenn Sie hingegen
definitiv Null Kraft aufwenden möchten, um Ihr Auto in die Höhe zu bringen, sollten Sie einen
Ballionwagenheber zum Radwechsel nutzen. Dieser funktioniert so, dass eine Art Luftballon über die
Auspuffabgabe gepumpt wird. Da diese Form des Wagenhebers auch auf sandigem oder weichem Untergrund
perfekt funktioniert, wird er gerne im Ralleybereich angewandt.

 

Hydraulischer oder pneumatischer Wagenheber sind die Ausnahme
Wenn Sie vor allem einen günstigen Wagenheber zum Radwechsel suchen, sollten Sie sich für einen
Stockheber oder hydraulischen Wagenheber entscheiden. Dieser ist zylindrisch geformt, wobei in der
Mitte ein Kolben angebracht ist, der durch hydraulische Bedienung das Auto hoch hebt. Wenn der
Radwechsel bei Ihrem Fahrzeug schnell gehen muss, ist ein pneumatischer Wagenheber zu empfehlen.
Dieser wird an einen Kompressor angeschlossen, wobei durch den hohen Luftdruck das Fahrzeug sehr
rasch hochgehoben werden kann. Zudem können Sie auch sehr schwere Autos oder sogar kleine LKWs oder
Lieferwägen in die Höhe befördern, da dieser Wagenheber bis zu 20 Tonnen Gewicht bewegen kann.

Individuelle Anforderungen sind zu beachten
Grundsätzlich ist jeder zusätzlich gekaufte Wagenheber besser als das Originalmodell, das Sie
beim Kauf Ihres Wagen vorgefunden haben. Am einfachsten zu bedienen ist sicher der
Rangierwagenheber, wobei Sie in diesem Fall einen harten Untergrund für Ihren PKW benötigen. Den
Scherenwagenheber können Sie gut im Auto transportieren, da er sehr klein zusammen gefaltet werden
kann. Eindeutig die komfortabelste Variante zum Radwechsel bietet Ihnen der Ballonwagenheber, wobei
das Aufblasen durch den Auspuff eine langwierige Angelegenheit werden kann. Möchten Sie einfach ein
günstiges Modell, so sind Sie vermutlich mit dem Stockheber am besten beraten. Allerdings sollten
Sie hier die geringe Hubhöhe beachten.

Beim Kauf sind unterschiedliche Dinge zu beachten
Wenn Sie sich im Fachmarkt umsehen, sollten Sie bei der Wahl Ihres Wagenhebers auf eine
entsprechend hohe Tragkraft achten. Meist reichen hier 2 Tonnen. Wichtig ist auch, dass die Hubhöhe
zu Ihrem Auto passt, damit Sie den Wagenheber problemlos unter Ihr Fahrzeug schieben und ihn dort
betätigen können. Welche Hubhöhe genau Sie für Ihren Wagen benötigen, können Sie im Handbuch
nachlesen oder Sie messen selbst nach. Wichtig ist, dass der Wagenheber ein Siegel vom Tüv haben
soll. So gehen Sie auf Nummer Sicher, dass Sie gute Qualität erhalten und bei der Bedienung des
Werkzeuges kein Risiko eingehen. Klar ist, dass eine einfache Bedienung gewährleistet sein muss,
denn wenn der Radwechsel aufwändig wird oder nur mit vereinten Kräften zu bewerkstelligen ist,
lohnt der Aufwand meist nicht. Wenn Sie sich über Ihre persönlichen Ansprüche nicht ganz sicher
sind, sollten Sie fürs Erste einfach einen Rangierwagenheber wählen. Dieser erfüllt die meisten
Kriterien, die einen guten Wagenheber ausmachen und ist auch noch günstig in der Anschaffung. Wenn
Sie dann mehr Erfahrung haben, können Sie sich für ein Modell entscheiden, das komfortabler oder
universeller eingesetzt wird.